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Beiträge von Riccarda

Gedicht 1: Eine runde Sache
Gedicht 2: Verloren 
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  Eine runde Sache

Geh ich in das Bauhaus rein,

will mir Schrauben holen,

dröhnt es Stimmen ohne Ruh
rein zu beiden Ohren.


Gehn mir ins Gehirn hinein,
wo Denken wird geboren,
stopfen alle Bahnen zu,
hoffnungslos verloren.


Gehn im Kopfe Ringelreihn,
machen mich zum Toren.
Weiß nicht mehr, was ich hier tu.
Braucht ich was zum Bohren?


Geht hinweg Erinnrung mein,
Denken wird verworren,
Planen mir bereitet Muh.
Kauf die falschen Plorren.


Geh dann in mein Bettelein.
Zwei Stunden, auch am Morgen.
Bringt dem Kopf dann wieder Ruh.
Dann erst macht es Sorgen.


Geht das Dings ins Loch nicht rein,
hilft auch gar kein Bohren.
Umtausch sagten sie mir zu,
Richtges zu besorgen.


Geh und mach ein Zettlein,
in der Tasch verborgen,
damit ich weiß, was ich tu.
Bleib so ungeschoren?


(Von vorne!)


© Riccarda, April 2007

 

Verloren

Das Radio knistert und rauscht,

des Sprechers Stimme nehm´ ich wahr:

dem im Frühjahr ich noch gelauscht,

plötzlich ist er nimmer mehr da.

 

Trauer.

 

Für Argentinien und Deutschland

aufs Lederrund Deutsche starren.

Sein Ableben rückt an den Rand.

Verlor´n, den bedeutend´ Narren.

 

Schauer.

 

Verstummt vor Trauer die einen,

sein´ Feder kratzt nie mehr Papier.

Erhalten bleiben, trotz Weinen,

Gedichte und Bilder uns hier.

 

Dauer.

 

Bunt beflaggt Fenster und Autos,

verloren, doch kein Trauerflor.

Sein Tod wird übertönt lautlos

vom selt´nen Fröhlichkeitenchor.

 

Dauer?


© Riccarda, 30.06.2006

Zum Tod von Robert Gernhardt 


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